Magnesium Health Institute


Sinn und Zweck des Magnesium Health Institutes ist die Erforschung der transdermalen Magnesiumaufnahme sowie die Aufklärung und Information über die neue Anwendungsmöglichkeit von Magnesium über die Haut.

Bedeutung von Magnesium

Magnesium ist das Schlüsselmineral unter den Mineralstoffen. Es steuert den gesamten Stoffwechsel, greift auf allen Funktionsebenen unseres Körpers ein und ist Voraussetzung für Wachstum und Energiegewinnung. Natürlich ist Magnesium nicht das einzig wichtige Mineral, doch es nimmt bei der Koordination aller anderen Mineralstoffe die Schlüsselstellung ein und ist deshalb von besonderer Bedeutung für uns Menschen. Viele andere Stoffe können ihre Wirkung nur dann entfalten, wenn ausreichend Magnesium zur Verfügung steht. Fehlt Magnesium, können andere Mineralien wie Calcium erst gar nicht vom Körper verwertet werden.

Für das reibungslose Funktionieren der Muskulatur ist Magnesium von besonderer Bedeutung. Aber auch für den Energiestoffwechsel, die Knochenstruktur und den Elektrolythaushalt ist dieser Mineralstoff notwendig. Speziell unser Nervensystem braucht Magnesium. In unserem hektischen Leben nimmt dieses Mineral deshalb eine besonders wichtige Rolle ein.

Magnesium – das Multitalent unter den Mineralstoffen ...

  • ist an allen Stoffwechselvorgängen beteiligt
  • koordiniert die Verwertung aller anderen Mineralien
  • „putzt“ die Gefäße sauber und verhindert Verkalkung
  • senkt das LDL-Cholesterin
  • verhindert Blutgerinnsel
  • stärkt Knochen und Zähne
  • entspannt Gefäße und verkrampfte Muskulatur
  • macht uns widerstandsfähig gegen Stress
  • beruhigt unser Nervensystem
  • verleiht uns Energie, Ausdauer und Kraft
  • lässt uns gut schlafen

RTL - Punkt 12 vom 11.08.2016: Power für Mütter

Transdermale Aufnahme

Die transdermale Magnesiumanwendung über die Haut ist eine neue Form der Magnesiumsubstitution. Auch wenn der genaue Weg wie Magnesium durch die Haut gelangt noch nicht vollständig geklärt ist, so belegen mittlerweile etliche Studien die Wirksamkeit dieser Anwendungsform.

Die transdermalen Transportwege

Für die Aufnahme von Substanzen über die Haut sind bisher drei Transportwege bekannt:

  • Die Volumendiffusion, der Weg durch die Zwischenräume der Zellen (interzelluläre Diffusion)
  • Die transzelluläre Diffusion, der Weg durch die Zellen hindurch
  • Die Shunt-Diffusion, der Weg über die Hautanhang-Gebilde, also via Schweißdrüsen und Haarfollikel.
Transdermale Transportwege

Auch wenn der Weg von Magnesium-Ionen durch die Zellen hindurch möglich ist, scheint die entscheidende Magnesiumresorption über den Weg der Haarfollikel und Schweißdrüsen zu erfolgen.

Obwohl die Haarfollikel nur etwa 0,1 Prozent der gesamten Körperoberfläche ausmachen, so ist die Resorptionsfläche doch größer als die gesamte Hautoberfläche. Denn die tiefen Einstülpungen der Haarfollikel schaffen eine Fläche, die, verglichen mit der Hautoberfläche, um ein Vielfaches größer ist. Nachdem die Haarfollikel nicht mit Hornhaut bedeckt sind, kann Magnesium ungehindert in die Zellen penetrieren. Jede Zelle verfügt über Magnesium-Transportmechanismen und so kann es von Zelle zu Zelle weitergegeben werden. Eine Überdosierung ist nicht möglich, da die Zellen einfach kein Magnesium mehr aufnehmen, wenn sie gesättigt sind.

Um den Körper vor hohen Magnesiumverlusten bei Schweißabsonderung zu schützen, resorbieren speziell dafür ausgestattete Zellen Magnesium aktiv aus dem Schweiß zurück. Diese Zellen können nicht nur Magnesium aus dem Schweiß filtern und wiederaufnehmen, sondern sind auch in der Lage, von außen zugeführtes Magnesium zu resorbieren.

Man stellt sich das ähnlich vor wie in der Niere, wo speziell ausgebildete Zellen Magnesium aktiv aus dem gefilterten Urin wiederaufnehmen und in den Kreislauf zurückbringen. Bestimmte Proteine auf der Zellmembran werden für den transzellulären Transport verantwortlich gemacht. Dabei handelt es sich um eine spezielle Proteingruppe, die eine erhöhte Affinität für Magnesium-Ionen aufweist, diese bindet und nach Erreichen eines stabilen Gleichgewichts weitergibt.

Das Ausmaß der transdermalen Aufnahme ist abhängig von folgenden Faktoren:

  • Feuchtigkeitszustand der Haut
  • Größe des behandelten Hautareals
  • Magnesiumkonzentration auf der Haut
  • Durchblutung der Haut
  • Einwirkdauer
Transdermale Aufnahme

Anwendung

Magnesium für die gezielte lokale Behandlung

Mit der äußerlichen Magnesiumanwendung besteht jetzt erstmals die Möglichkeit direkt dort zu behandeln, wo die Beschwerden bestehen. Man muss also nicht die komplizierten Resorptionsvorgänge im Darmtrakt abwarten, bis das Magnesium endlich dort ankommt, wo es gebraucht wird. Mit keinem anderen Mittel lassen sich muskuläre Probleme derart schnell und zuverlässig beheben wie mit der äußerlichen Magnesiumanwendung.

Magnesium für die tägliche Substitution

Für die tägliche Magnesiumzufuhr wird Magnesium Oil direkt auf die Haut aufgetragen und einmassiert. Normalerweise reibt man morgens und abends je 2 Milliliter in die Haut ein, das entspricht etwa 400 Milligramm reinem Magnesium. Erfahrungsgemäß eignen sich für die tägliche Anwendung Arme und Schulterpartie am besten. Die Arme sind leicht zugänglich und die konzentrierte Magnesiumchlorid-Lösung wird hier gut toleriert. Es kann aber auch auf Oberschenkel, Unterschenkel oder Bauch aufgetragen werden. Die Anwendung unter den Achseln hat sich ebenfalls bewährt: Denn dort wird Magnesium Oil besonders gut von der Haut aufgenommen, weil viele Schweißdrüsen vorhanden sind. Gleichzeitig wirkt es als Deodorant.

Die Anzahl der Sprayhübe oder Tropfen ist abhängig von der Konzentration der Lösung und davon, wie viele Sprayhübe oder Tropfen für 1 Milliliter Magnesium Oil erforderlich sind. Je nachdem werden zwischen 5 und 20 Sprayhüben oder Tropfen pro Anwendung empfohlen. Grundsätzlich sollte man lieber zu viel als zu wenig zu verwenden, denn eine problematische Überdosierung ist mit der Anwendung auf der Haut nicht möglich: Sind die Zellen gesättigt, nehmen sie einfach nichts mehr auf.

Magnesium für Voll- und Fußbad

Für Magnesium-Voll- und Fußbäder haben sich die Badeflocken, die so genannten Flakes bewährt, wenngleich natürlich grundsätzlich auch Magnesium Oil dafür verwendet werden kann. Die Magnesiumaufnahme aus dem Vollbad wird beeinflusst durch die Magnesiumkonzentration, die vom Wasser bedeckte Körperoberfläche sowie die Temperatur und die Badedauer. Dabei steigt die Magnesiumaufnahme überproportional mit der Konzentration. Die Temperatur des Wassers sollte ungefähr 37 Grad Celsius betragen, die Badezeit sollte 20 Minuten nicht unterschreiten. Für ein Vollbad in einer normal großen Badewanne werden circa 500 bis 1000 Gramm Magnesium Flakes benötigt. Um einen Magnesiummangel zu beheben, sind zwei Vollbäder pro Woche (über mehrere Wochen) zu empfehlen.

Das Fußbad ist eine praktische und günstige Alternative zum Vollbad. Da die bedeckte Körperfläche bei einem Fußbad wesentlich geringer ist und deshalb weniger Resorptionsfläche zur Verfügung steht als bei einem Vollbad, sollte die Magnesiumkonzentration eines Fußbades höher, nämlich zwischen 2 und 5 Prozent gewählt werden. Die Füße sollten in jedem Fall bis über die Knöchel von Wasser bedeckt sein. Auch hier empfiehlt sich eine Temperatur von etwa 37 Grad Celsius. Die Einwirkzeit sollte nicht unter 20 Minuten betragen. Studien haben gezeigt, dass mit einem täglichen Fußbad ein Magnesiummangel effektiv und schnell behoben werden kann.

Anwendungsgebiete

Die äußerliche Anwendung von Magnesium kann grundsätzlich immer dann erfolgen, wenn ein Magnesiummangel vorliegt. Auch eine Kombination mit der oralen Einnahme ist möglich, wenn die notwendige Dosis aufgrund von Nebenwirkungen oral nicht aufgenommen werden kann.

Magnesium im Sport

Die Domäne der äußerlichen Anwendung liegt in der Behandlung von Muskelkrämpfen und -verspannungen. Mit keiner anderen Darreichungsform können muskuläre Probleme derart gezielt und schnell behoben werden. Sportärzte und Physiotherapeuten arbeiten seit geraumer Zeit sehr erfolgreich sowohl im Einzel- als auch im Mannschaftssport mit der äußerlichen Anwendung von Magnesium.

Magnesium in Schwangerschaft und Stillzeit

In der Schwangerschaft und Stillzeit steigt der Magnesiumbedarf an. Eine unzureichende Versorgung mit Magnesium kann zu Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen, nächtlichen Wadenkrämpfen, Bluthochdruck mit verminderter Durchblutung von Plazenta und Gebärmutter führen. Die Zufuhr von Magnesium über die Haut hat sich besonders bei dieser Zielgruppe bewährt, denn erfahrungsgemäß nehmen Schwangere und stillende Mütter ungern etwas ein. Gleichzeitig wird der Magen-Darm-Trakt dadurch entlastet und die Wirkung tritt bei Muskelkrämpfen in den Beinen oder Verhärtung des Bauches unmittelbar ein.

Magnesium für mehr Vitalität

Von der äußerlichen Anwendungsform profitieren aber nicht nur Sportler und Schwangere, sondern alle, die Magnesium oral, also als Tabletten, Granulat oder als Flüssigkeit schlecht vertragen. Eine ganze Reihe von Menschen verzichtet deshalb bewusst auf eine zusätzliche Magnesiumzufuhr, weil bereits in geringen Dosen Nebenwirkungen, wie Unwohlsein, Blähungen oder Durchfälle auftreten. Mit der äußerlichen Anwendung sind derlei Probleme nicht zu befürchten, denn der Verdauungstrakt wird umgangen. Endlich, möchte man sagen, gibt es eine Lösung auch für diese Menschen, sich zusätzlich mit Magnesium zu versorgen.

Magnesium ist ein problematischer Stoff, was die Resorption im Darm betrifft. Selbst ein intakter Darm mit gesunder Darmflora nimmt nur zirka 30 Prozent des zugeführten Magnesiums auf.

Die Aufnahmefähigkeit nimmt im Alter zudem sukzessive ab. So wundert sich mancher, warum er nachts von Muskelkrämpfen geplagt ist, obwohl er über Jahre Magnesium oral eingenommen hat. Die Erklärung ist ganz einfach: Magnesium konnte aus unterschiedlichen Gründen nicht im Darm resorbiert werden. Gerade für diese Gruppe von Menschen ist die äußerliche Anwendung von Magnesium ein Segen und die Lösung ihres Problems.

Ältere Menschen profitieren besonders von dieser Darreichungsform, denn im Alter lässt die Magensäureproduktion mehr und mehr nach. Magensäure ist aber notwendig, damit Magnesium überhaupt in seine resorbierbare Form überführt und vom Körper aufgenommen werden kann. So wundert sich mancher, warum er nachts von Muskelkrämpfen geplagt ist, obwohl er über Jahre Magnesium oral eingenommen hat. Die Erklärung ist ganz einfach: Magnesium konnte aus unterschiedlichen Gründen nicht im Darm resorbiert werden. Deshalb erfreut sich gerade bei älteren Menschen die äußerliche Anwendung von Magnesium großer Beliebtheit. Abgesehen davon, dass die orale Einnahme von Magnesium bei akuten Beschwerden nichts bringt, weil es viel zu lange dauert, bis das Magnesium dort ankommt, wo es gebraucht wird, kann Magnesium Oil direkt auf die schmerzhafte Stelle aufgetragen und eine unmittelbare Wirkung erzielt werden. Gerade für diese Gruppe von Menschen ist deshalb die äußerliche Anwendung von Magnesium ein Segen und die Lösung des Problems.

Wissenschaft und Studien

Wirkungsnachweise transdermaler Magnesiumresorption

Die ersten Wirkungsnachweise wurden von dem amerikanischen Arzt Norman Shealy erbracht. Er untersuchte sechs Jahre lang unterschiedliche transdermale Darreichungsformen von Magnesium und konnte anhand der Bestimmung der intrazellulären Magnesiumspiegel nachweisen, dass mit transdermaler Anwendung Magnesiummangel innerhalb sehr kurzer Zeit, nämlich in vier bis sechs Wochen, beseitigt werden kann. Vergleichbare Ergebnisse konnten mit intravenöser Magnesiumtherapie in zwei Wochen, mit oraler Magnesiumsubstitution hingegen erst nach sechs bis zwölf Monaten erzielt werden. Außerdem verbesserte sich das Verhältnis von Kalzium zu Magnesium positiv in Richtung Magnesium. (1)

In einer weiteren Studie wurden vor und nach zwölfwöchiger transdermaler Anwendung mit einer 31 Prozent gesättigten Magnesiumchlorid-Lösung sowohl die Blutspiegel als auch der zelluläre Magnesiumgehalt mithilfe einer Haaranalyse bestimmt. Dabei wurde bei 89 Prozent der Probanden nach zwölf Wochen Behandlungszeit ein Anstieg des zellulären Magnesiumgehalts um durchschnittlich 59,5 Prozent festgestellt. Mit oraler Magnesiumeinnahme konnten vergleichbare Ergebnisse erst nach neun bis vierundzwanzig Monaten erzielt werden. Darüber hinaus zeigten alle Patienten während des Versuchszeitraums eine durchschnittliche Verbesserung des Kalzium-Magnesium-Verhältnisses um 25,2 Prozent. Als Nebeneffekt wurden bei 78 Prozent der Probanden deutliche Hinweise auf eine Entgiftung von Schwermetallen beobachtet. (2)

An der Universität von Birmingham wurde untersucht, ob Magnesium aus einem Vollbad aufgenommen werden kann. Über einen Zeitraum von sieben Tagen badeten 19 Probanden zwölf Minuten lang in einer einprozentigen Magnesiumsulfat-Lösung. Untersucht wurde der Magnesiumgehalt sowohl im Blut als auch im Urin. Dabei zeigte sich, dass während der siebentägigen Anwendungszeit bei 16 von 19 Probanden die Magnesiumspiegel sowohl im Blut als auch im Urin kontinuierlich anstiegen. Bei denjenigen Probanden, die keine Erhöhung der Blutspiegel verzeichneten, konnte ein hoher Magnesiumanstieg im Urin festgestellt werden. Die Resultate dieser Untersuchung zeigen, dass Magnesium aus einem Bad über die Haut aufgenommen werden kann und je nach Magnesiumstatus des Betreffenden über die Nieren wieder ausgeschieden wird. (3)

Eine Anwendungsstudie zur transdermalen Aufnahme von Magnesium liefert die renommierte Mayo Clinic in Rochester (USA). Hier wurde untersucht, ob transdermal angewendetes Magnesium in Form von Magnesium Oil bei Fibromyalgie wirkt. 40 Frauen mit klinisch festgestellter Diagnose „Fibromyalgie“ haben an der Studie teilgenommen. Anhand eines speziellen Fibromyalgie-Fragebogens wurde die Art und Ausprägung der Beschwerden an einer Skala dokumentiert. Die Daten wurden zu Beginn, nach 2 Wochen und 4 Wochen Behandlungszeit erhoben. Jede Teilnehmerin wurde gebeten, 4 Wochen lang, je 4 Sprayhübe 2 Mal pro Tag auf Arme und Beine zu sprühen und einzumassieren. 24 Teilnehmerinnen haben die Studie abgeschlossen. Bei allen Teilnehmerinnen haben sich sämtliche Beschwerden signifikant verbessert. (4)

Die Ende 2016 veröffentlichte Studie der Universität Queensland, Brisbane, Australien, unter der Leitung von Prof. Ross Barnard, liefert nun den endgültigen wissenschaftlichen Beweis dafür, dass Magnesium durch die Haut penetrieren kann. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass Magnesium zum größten Teil über die Haarfollikel in den Körper gelangt. Das Ausmaß ist abhängig von der Konzentration der Lösung und der Dauer der Einwirkzeit.(5)

(1) Shealy C.N.: Transdermal Absorption of Magnesium. Southern Medical Association 2005, S.18
(2) Watkins K, Josling PD.: A pilot study to determine the impact of transdermal magnesium treatment on serum levels and whole body CaMg ratios. The Nutrition Practitioner, Spring 2010
(3) Waring RH: Report on Absorption of magnesium sulfat across the skin. School of Biosciences, University of Birmingham. B15 2TT, U.K.
(4) Engen D.J, McAllister S.J., Whipple M.O., Cha S.S., Dion L-J., Vincent A., Bauer B.A., Wahner-Roedler D.L.: Effects of transdermal magnesium chloride on quality of life for patients with fibromyalgia: a feasibility study, 2015, Journal of Integrative Medicine Editorial Office.
(5) Chandrasekaran N., Barnard R.T.. Permeation of topically applied Magnesium ions through human skin is facilitated by hair follicles. Magnesium Research 2016; 29 (2): 35-42

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